Erdäpfelstrudel

Irgendwann kam meine Mutter mit einem handgeschriebenen Rezept nachhause. Es war ein sogenanntes "Restelverwerten", von ihrer besten Freundin aufgeschrieben. Ein Rezept zum Thema: Alles was der Kühlschrank los werden möchte. Und so gab es den berühmten, von uns nur Erdäpfelstrudel ala Mutti genannten Strudel in unterschiedlichen Varianten. Und noch heute stöbere ich gerne im Kühlschrank, nach allem, was irgendwie weg muss, ehe es schlecht wird.

Die Fülle ist bei mir genauso unterschiedlich wie in meiner Kindheit. Und seit 20 Jahren perfektioniert der Blätterteig von Tante Fanny unsere Kreationen.

Zutaten - was der Kühlschrank los werden möchte. Bei uns waren es für 2 Personen:

  • 2 gekochte (festkochende) Erdäpfel
  • ca. 10 dag Dürre (es kann aber auch jeder andere würzige Wurst sein, ebenso Speck)
  • 5 Gurkerl
  • 2 größere Frühlingszwiebel
  • ca. 3 cm scharfer Pfefferoni (frisch)
  • Frischkäse (es war noch was vom Bresso da)
  • Bärlauchsalz
  • Pfeffer
  • Petersilie kleingehackt vom Fensterbrett-Petersil
  • 1 Ei
  • 1 Rolle Blätterteig von Tante Fanny mit Butter

Arbeitsschritte

Alles, also Erdäpfel, Wurst, Gurkerl, Zwiebel, Pfefferoni, Petersilie klein schneiden. Backrohr auf 200 Grad Heißluft vorheizen.

Den Blätterteig aus dem Kühlschrank und ca. 10 Minuten liegen lassen.

Blätterteig mit dem Backpapier gleich direkt auf das Backblech aufrollen.

1 Ei in eine Schüssel verquirlen und mit einem Pinseln die Ränder des Blätterteigs einstreichen.

Dann die fertige Fülle auf ca. 1/3 des Teiges verteilen und einrollen.

Empfehlenswert ist zuerst den Rand einschlagen, dann die belegten Ecken ca. 3 cm in die Mitte schlagen und dann den restlichen Blätterteig einrollen.

Den Teig oben mit einer Gabel mehrmals einstreichen.

Die Enden gut verkneten, damit diese nicht aufgehen.

Dann den ganzen Strudel mit Ei einstreichen und für rd. 30 Minuten in das Backrohr.

Wir wünschen guten Appetit!