Karotten-Nuss-Muffins


Eine kleine Herausforderung für die Chefin von BUSTIGER. Kleine, leichte, gesunde Süßigkeiten, die mit ein paar Bissen gegessen sind und einfach so als Abschluss vom Mittag- und Abendessen dienen.

Aus dem Kühlschrank schlägt mir gähnende Leere entgegen. Ganz hinten wartet eine angefangene Packung Butter, ehe sie aus Langeweile zu schimmeln beginnt, auf ihre Verwendung. Im Gemüseregal sind noch 4 letzte Karotten von der Karottensuppe. Und jetzt? Guter Rat ist teuer.

Beim Blick aus dem Fenster vergeht mir der Wunsch mich in die Freizeitklamotten zu zwängen und in den Supermarkt zu laufen. Es schüttet wie aus Schaffeln, würde der typische Wiener jetzt mürrisch meckern. Dazu schlägt ein eisiger Wind die Regentropfen gegen die Fensterscheiben. Ich kuschle mich in meine Decke und durchforste das Internet nach einem passenden Rezept. Und siehe da - ich werde fündig, ob die aber auch schmecken? Einen Versuch ist es wert.

Zutaten:

  • 180 gr. Karotten
  • 180 gr. glattes Mehl - ich hatte noch eines vom letzten Einkauf in der Mühlerei
  • 2 Teelöffel Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 30 gr. geriebene Walnüsse (zum Glück immer eingefroren)
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 140 gr. Kristallzucker (zum Glück waren noch ein paar Zuckersackerl von div. Reisen da, also ganz waren es nicht die 140 gr)
  • 2 Teelöffel Vanillezucker
  • 100 gr. Butter

Dann mal los. Ob das was wird?

Backofen auf 180 ° Ober- und Unterhitze vorheizen.

Karotten schälen und raspeln. Nüsse, Salz, Zimt, Zucker, Vanillezucker dazu.

Mehl abwiegen und unter mischen.

Schaut komisch aus. Schreckt euch nicht.

Dann die zimmerwarme Butter klein schneiden - ich habe sie geraspelt - und unterheben.

Nun wird das ganze eine komische Masse. Ich zweifle. Dennoch suche ich mein Muffinblech und finde in der letzten Ecke noch ein paar Weihnachtsförmchen. Auch egal, die essen wir eh nicht mit.

Der Teig ist sehr fest, aber er muss in die Förmchen und dann für 25 Minuten ab in den Ofen.

Nach 25 Minuten hole ich ein Muffin aus dem Ofen - macht es nicht wie ich - die sind brennheiß!!!

Ein Schnitt mit dem Messer und naja, schaut sehr speckig aus. Ich lasse die kleinen Kerle noch 5 Minuten im Ofen. Dann müssen die aber raus.

Zur Deko habe ich noch ein paar Karottenscheiben aufgehoben. Ehrlich? Die riechen voll lecker. Schönheitswettbewerb gewinnen sie keinen, aber eigentlich sollten sie nur schmecken.

Sorry, aber lecker duftende Muffins mit leerem Magen fotografieren ist mehr wie brutal. Während meine Geschmacksnerven vor Freude Salsa auf einer karibischen Insel im weißen Sand tanzen, versuche ich noch ein Foto zu schießen.

Mensch, sind die gut.

Fazit: eine sehr eigene Variante ohne Ei oder Milch oder Öl. Aber die Butter macht ihre Arbeit sehr gut und die kleinen Dinger schmecken hervorragend. 12 Stück sind aus der Masse entstanden, 1 Stück habe ich mit Müh und Not für den nächsten Tag versteckt. Wollte ich doch wissen, wie der Geschmack nach 24 Stunden ist. Und ich kann euch sagen: Ausgezeichnet! Die sind wirklich lecker.

Ich wünsche ein gutes Gelingen