Die Kraft des puren Lebens - Mühlendorf Gschnitz

Wir haben bei der Abfahrt Matrei, die viel befahrene Brennerautobahn verlassen und fahren Richtung Gschnitz. Die Fahrt führt durch romantische Dörfer mit filigran verzierten Häusern, alten Bauernhöfen und weiten Naturwiesen. Eine wahre Augenweide und ich spüre wie mein gehetzter Großstädterinnen-Puls deutlich ruhiger wird.

Am Ende des Weges stehen wir auf einem riesengroßen Parkplatz und wandern die paar Meter zum hölzernen Eingangstor zum idyllischen Mühlendorf Gschnitz.

Frau Roswitha Felder drückt uns freudig die Hand. "So leben wir!", entgegnet sie uns mit einem verschmitzten Lächeln, während wir angesichts des einzigartigen Naturschauspiels mit offenem Mund und wie angewurzelt am unteren Ende des Sandeswasserfalls stehen.

Wir starren auf die Wassermassen, die sich hier den restlichen Weg, der in Höhen von über 3.000 m begonnen hat, ihren Weg ins Tal bahnen.

Der Wasserfall dominiert das liebevoll eingerichtete Mühlendorf, das dem Besucher einige Möglichkeiten bietet.

Hier werden alte Werte erhalten und gepflegt, Geschichte erzählt, zu einer Wanderung eingeladen, geheiratet und gefeiert. Der Duft der Vergangenheit sowie die heilbringenden Wasserpartikel werden in die Lungen gezogen.

Würde nicht der Wasserfall tosend zu Tale brausen, die Mühlenräder in Gang setzen und für das berühmte Klappern der Mühle am rauschenden Bache sorgen, hätte ich das Gefühl, dass hier die Zeit still steht.

Die Häuser sind alle begehbar und mit Werkzeugen längst vergangener Tage bestückt. Donnerstag erfasst der Duft von frischem Brot das Mühlendorf und zu gewissen Anlässen werden alte Traditionen wie Mehlmahlen, Spinnen und Schmieden am Leben erhalten und den Besuchern näher gebracht.

Viele ehrenamtliche Hände pflegen die Gebäude und die Museumsanlage, sorgen dafür, dass der Besucher hier Zeit und Alltagshektik vergessen kann. Abschalten und runter kommen. Mit der Seele oder mit den Füßen im Kneippbächlein baumeln.

Romantiker können in der Josefs-Kapelle heiraten. Ein besonderer Augenschmaus ist das herrliche Deckengemälde.

Das Mühlendorf eignet sich hervorragend für Fotoshootings aller Art und kann nach Vereinbarung exklusiv gemietet werden.

Der Eintritt ist verschwindend klein, für die vielen Möglichkeiten, die sich hier dem Besucher auftun. Ab 10 Personen gibt es gegen Voranmeldung Führungen in 3 Sprachen.

Leichtwanderer, wie das Team bustiger können den Wasserfallweg erkunden und dabei die Heilkraft des Wassers in die Lungen saugen. Festes Schuhwerk ist jedoch Bedingung, denn der Weg ist eben keine Autobahn. Lohnenswert ist der Rundwanderweg in mehrerer Hinsicht.

Seht ihr die Brücke? Diese ist 40 m lang und spannt sich über die zu Tale tobenden Wassermassen. Ein wahres Wunderwerk der Technik, das dem Besucher ein nie zu vergessenes Erlebnis beschert. Neben dem Blick auf das tosende Wasser, belohnt eine grandiose Weitsicht ins Gschnitztal den Wanderer.

Ich könnte noch Stunden hier meine Zeit verbringen, hätte ich nicht ein weiteres Ziel vor Augen. Dazu aber gleich.

Für geübte Wanderer gibt es unzählige Wanderwege in der Umgebung.

Sogar die Wissenschaft belegt mittlerweile, wer sich am Sandeswasserfall, einem Kraftort, aufhält, tut aktiv etwas Gutes für sein Wohlbefinden und seine Gesundheit. Die sprühend feine Gischt benetzt erfrischend die Haut, die herrliche frische Luft, getränkt mit kleinen Wasserkristallen stärkt unsere Gesundheit. Nachweislich ein Erholungsort für Lungenkranke. Genau deshalb gibt es eine Plattform, um dem Erholungs- und Regenerationsklima des Wasserfalls so nahe wie möglich sein zu können.

Der Weg führt ganz nahe an die Wassermassen, das Fotografenherz schlägt bis zum Anschlag. Interessanterweise benetzten nur wenige Wasserperlen die Kamera, obwohl ich mitten im Geschehen stehe.

Samir hat inzwischen den Kinderspielplatz erobert und Papa Franz hat ihm eine Münze für das Karussell "Kinder helfen Kindern" spendiert.

Neben der Runde am Pferd, Hahn oder Papa Schlumpf gibt es einen aktiven Wasser-Kinderspielplatz, wo sich nach Herzenslust ausgetobt werden kann.

Praktisch liegt der Spielplatz, sicher eingezäunt und von der Sonnenterrasse beim Kiosk einsehbar. Die Kinder haben ihre wahre Freude beim Wasserplantschen, während die Erwachsenen sich mit regionalen Köstlichkeiten stärken können. Ahnt ihr schon, was mein zuvor erwähntes Ziel war?

Gut, ihr kennt mittlerweile Samir, Essen ist noch immer aufregender als spielen. Und so genießen wir mit Blick auf den Sandeswasserfall in herrlicher Natur unsere Mühlendorfjause mit Brot aus dem hauseigenen Backofen, dazu gibt es frische Kräuterlimo. Zum Abschluss noch ein Stück selbstgebackene Mehlspeise.

Ich kann den Blick von dem Naturschauspiel gar nicht mehr losreißen, wenn ich nicht wüsste, dass wir noch nach Wien fahren müssen, würde ich am liebsten hier gleich ein paar Tage Urlaub anhängen.

Kontaktdaten:

BUSTIGER-Partner: Mühlendorf Gschnitz

Ansprechperson:   Frau Roswitha Felder

Adresse:                 am Sandesbach - Ausfahrt Matrei, dann Richtung Gschnitz

(unser Navi kannte Gschnitz!) - und dann bitte den Schildern folgen!

Telefonnummer:   0664/2364917

Mailadresse:          info@muehlendorf-gschnitz.at

Weitere interessante Infos zu unserem Partner:

Busparkplatz: ja, kostenpflichtig (Stand Mai 2018: EUR 5,00 für 2 Stunden)

PKW-Parkplatz: ja, gering kostenpflichtig

Empfohlene Aufenthaltszeit: 1 ½ - 2 Stunden

Stufen: teilweise

Barrierefrei: nicht wirklich, Schotterwege und steiler Zugang zur Brücke im Wasserfall

Behinderten-WC: nein

Wickelraum: nein

Hunde: ja

Gastronomie: ja

Einkaufsmöglichkeit: ja, kleiner Souvenirshop vor Ort

Ausflugsplanung: ja

Hochzeitslocation: ja

Seminarlocation: nein

Fotoerlaubnis: ja, das Mühlendorf kann für Fotoshootings (z.B. Hochzeit) angemietet werden

Kinderspielplatz: ja

Eigene Veranstaltungen: ja, mehr Infos auf Facebook

Fremdsprachen: Englisch, Italienisch

Voucher: ja

Schlechtwetter-Programm: teilweise

Öffnungszeiten: Mitte Mai - Mitte Oktober, täglich

Mit freundlicher Fotogenehmigung von unserem bustiger-Partner. Bezahlte Werbeeinschaltung. Text: Renate Stigler nach Angaben des Partners, Fotos: lichtkroko, www.lichtkroko.eu