Erbstollen und filligrane Puppenwelt - Schaubergwerk Knappenberg und Puppenmuseum

Mit einem herzlichen "Glück auf" werden wir im Schaubergwerk Knappenberg auf über 1.000 m Seehöhe begrüßt.

Seit 1978 wird hier kein Bergbau betrieben und daher können Touristen, ausgestattet mit fester Jacke und Helm (vor Ort zum Ausleihen) in den Erbstollen einfahren. Ehe die Reise in das Jahr 1567 zurück geht, erkunden wir im ersten Stock das Bergbaumuseum.

Kommt mit auf eine spannende Reise, taucht ein in die bildlichen Erzählungen von der harten Arbeit, dem Leben und der Tradition der Bergleute. Begebt euch auf die Geschichte des Hüttenberger Erzabbaus und lernt die berühmte "Hüttenberger Bergwerksordnung" von Kaiserin Maria Theresia kennen.

Die liebevoll gestaltete und sehr umfangreiche Ausstellung erzählt von längst vergangenen Tagen, wie von der Hefter Erzförderbahn, deren einstiges Schienenbett heute ein attraktiver Wanderweg von Knappenberg bis in die Heft ist.

Wenn ihr im JUFA Knappenberg Urlaub macht, könnt ihr den Wanderweg erkunden und euch auf die Spuren der Vergangenheit machen. Der Wanderweg ist übrigens auch für Kinder geeignet und sowohl im Winter als auch im Sommer begehbar. Im Dezember ist es besonders schön, wenn in der Heft der alljährliche Adventmarkt stattfindet. (am 1. Adventwochenende)

Neben historischem Arbeitsgeräten, einer umfangreichen Sammlung von Grubenlampen, einer speziellen Abteilung für Vermessungswesen und Sprengtechnik...

... gibt es eine Dokumentation über das Knappenbrauchtum wie den Reiftanz, dem wichtigsten und eindrucksvollstem Hüttenberger Bergmannsfest, dass auch noch heutzutage - alle drei Jahre - am Sonntag nach Pfingsten zur Aufführung gebracht wird.

Wer diesem Treiben beiwohnen und somit die lustigen Figuren "Hans Obermoar" und den "Schwoafträger" persönlich sehen möchte, sollte sich rasch ein Zimmer im JUFA buchen. Für Tagestouristen steht Frau Gösseringer vom Tourismusbüro in Hüttenberg gerne mit Infos zur Tagesplanung zur Verfügung. Natürlich hilft auch CÄSAR wie gewohnt bei der Gestaltung der Gruppenreise.

Im zweiten Stock befindet sich eine umfassende Mineraliensammlung, denn Hüttenberg ist eine der größten Mineralfundorte in Europa und der drittgrößte der Welt. Über 200 verschiedene Arten tummeln sich in den Vitrinen.

Wer nun wie einst Heinrich Hermann Heinz Meixner Lust auf seltene Steine bekommt, kann in der sogenannten "Albert-Halde", die heute größte Fundstätte Hüttenbergs, selbst auf Mineraliensuche gehen. Mit geübtem Auge und etwas Geduld kann der Mineralienfreund hier Bergkristalle, Malachit, Kalzit, Pyrit, Chalcedon, Cölestin, Amethyst und viele andere Mineralien in schöner Ausprägung finden.

Wer nicht selbst sein Glück versuchen möchte, sollte sich den 1. Sonntag im Juli fix im Kalender eintragen. Da findet für Sammler und Liebhaber die Mineralienbörse statt. Eine kleine Auswahl findet sich auch im Shop des Museums.

Ich weiß, ich bin keine gute Köchin und stehe auch ungern in der Küche, aber ob jemand von euch die "steinernen Linsen" verkochen möchte lasse ich mal im Raum stehen. Was das ist, wollt ihr wissen? Schaut mal...

Zu den steinernen Linsen gibt es eine alte Sage. Wie die lautet hört ihr bei einem Besuch im Schaubergwerk Knappenberg. Ich kann sie momentan leider nicht erzählen, da ich weiter muss.

Wir haben mittlerweile das Hauptgebäude verlassen und sind gegenüber im Puppenmuseum eingetreten.

Mit viel Liebe zum Detail stellt die Klagenfurterin Helga Riedel, bitte nicht wie ich mit Elli Riehl verwechseln, die Puppen, die vom Leben, der Tradition und dem Brauchtum der Hüttenberger Einwohner erzählen, her.

Für Gruppen ab 10 Personen wird das Schaubergwerk mit seinen angrenzenden Museen - je nach Witterung - das ganze Jahr über gerne aufgesperrt. Gute zwei Stunden Aufenthalt solltet ihr einplanen. Bitte aber nicht übersehen, es sind alte Gebäude, daher gibt es einige Stufen zu überwinden. Besonders empfehlenswert ist der 7. Dezember, wenn am Platz vor dem Gebäude sowie in der Grube ein kleiner Adventmarkt mit Kunsthandwerk aus der Region abgehalten wird. Beeindruckend muss auch die Barbarafeier am 4. Dezember sein.

Für Kinder gibt es einen Kinderspielplatz und eine Sandkiste, im Sommer laden Bänke im Hof zum Verweilen ein... Da fällt mir auf, wo sind mein Schatz und Samir?

"Hallo?" Na super, jetzt ist inzwischen der Begleiter für die Reise in die Vergangenheit gekommen und die Herren sind ohne mich losgezogen. Tja, jetzt will ich auch nicht mehr, ihr wisst ja, als Frau ist man rasch beleidigt. Dann ziehe ich mich in das kleine Büffet zurück und stärke mich bei einem Grubenwasser. Übrigens, Samir hat Glück, dass er in Papas Jacke sitzt, denn Tiere sind im Erbstollen normalerweise nicht erlaubt.

Liebe Leser, eine tolle Nachricht kann ich euch zum Schluss noch mitteilen, denn während ich hier mein Grubenwasser schlürfe, hat mir der nette Mann erzählt, dass die Eintrittskarte nicht nur das Bergwerksmuseum, die Mineralienschau, den Besuch des Erbstollens, das Puppenmuseum vor Ort, sondern auch das Heinrich-Harrer-Museum in den ein paar Kilometer entfernten Hüttenberg beinhaltet. Dann weiß ich schon, was wir machen, wenn die beiden wieder auf der Erde ankommen....

Kontaktdaten:

BUSTIGER-Partner:                  Schaubergwerk Knappenberg

Ansprechperson: Frau Irene Gösseringer

Adresse:               9376 Knappenberg 32

Telefonnummer: 04263/8108-30

Mailadresse:         tourismus@huettenberg.at

Weitere interessante Infos zu unserem Partner:

Busparkplatz: ja, kostenfrei

Stufen: ja

Barrierefrei: nein

Behinderten-WC: nein

Wickelraum: nein

Hunde: nein

Gastronomie: Getränke, kleiner Imbiss

Einkaufsmöglichkeit: Souvenirladen und Mineralien

Empfohlene Aufenthaltszeit: ab 2 Stunden

Eigene Schulprogramme: ja

Hochzeitslocation: nein

Seminarlocation: nein

Kinderspielplatz: ja

Eigene Veranstaltungen: ja

Fremdsprachen: Italienisch, Englisch

Voucher: ja

Mit freundlicher Fotogenehmigung von Frau Gösseringer, Tourismus Hüttenberg, bezahlter Eintrag. Text: Renate Stigler nach Angaben des Bustiger-Partners, Fotos: lichtkroko, www.lichtkroko.eu