Das Mekka der Operette

Seefestpiele Mörbisch

Ein Besuch in Mörbisch, direkt am Neusiedlersee im Burgenland, gehört für uns seit Jahren zum Sommer wie die Luft zum Atmen. Das Mekka der Operette ist Garant für einen unterhaltsamen Abend und ohne einen Besuch wäre der Reigen der Open-Air-Aufführungen für uns nicht komplett.

1957 wurde hier mit "Der Zigeunerbaron" der Grundstein der nicht enden wollenden Erfolgsgeschichte gelegt. Alljährlich pilgern tausende Operettenfans aus aller Welt an die beeindruckende Naturbühne mitten im See. Egal ob mit dem PKW, dem Reisebus oder gemütlich und entspannt mit einem der unterschiedlichen Schiffsanbieter. Rund um Mörbisch finden sich Übernachtungsmöglichkeiten, für Einzelgäste genauso wie für Reisegruppen. Neben der Erholung am See bieten sich unzählige touristische Angebote rund um den unvergesslichen Abend an.

Kommen wir zurück zu der beeindruckenden Bühne, welche mitten im See liegt und deren Bühnenbild jedes Jahr aufs Neue mit unzähligen Raffinessen den Besucher in seinen Bann zieht. Egal ob es die überdimensionale Kuckucksuhr, die atemberaubende Geige oder der fulminante Drache ist. Bühnenführungen geben interessanten Einblick in die faszinierenden Konstruktionen. Bei meinen Fotos siehst du einen kleinen Streifzug durch die letzten drei Jahre. Und während die Sonne hinter der Tribüne sich für den Tag verabschiedet, begrüßt der Intendant der Seefestspiele, Herr Edelmann, höchstpersönlich das Publikum.

2019 steht die romantische Operette "Das Land des Lächelns" von Franz Lehar am Programm. Ein berührender Übergang von den ersten Szenen in Wien bis zum weit entfernten China fesselt mich. Die unvergesslichen Melodien, wie "Dein ist mein ganzes Herz", die sehnsuchtsvollen Blicke, die Enttäuschung und die Hoffnung auf ewige Liebe werden auf der Bühne herzzerreißend umgesetzt und sorgen für wahre Gänsehautmomente. Dazu das zauberhafte Bühnenbild mit einem riesigen Drachen mit feurig roten Augen.

Jedes Jahr aufs Neue faszinieren mich die schillernden Kostüme aus edelsten Stoffen, die ihre eigene Geschichte erzählen. Ich weiß gar nicht, wohin ich als erstes schauen soll und welche Szene mein absoluter Liebling ist. Ich muss jetzt sagen, dass ich nicht der wirkliche Operettenliebhaber und schon gar kein Kenner bin. Deshalb gestehe ich mir überhaupt kein Urteil über die stimmlichen Qualitäten, der sorgfältig ausgesuchten Besetzung zu. Ich kann, wie beim Wein, nur entscheiden: Gefällt mir oder gefällt mir nicht. Nun, mir gefällt es ausgezeichnet. Die Akustik ist sehr gut, die Stimmen gut zu verstehen und die Sicht auf die Bühne, egal von welchem Platz, uneingeschränkt. Ehrlich gesagt, ich bevorzuge aber Plätze in den vorderen Reihen, denn je höher man hinaus will, desto mehr Stufen sind zu bewältigen. Und ich bin nun mal faul. Vor allem nach Ende der Veranstaltung will ich mich nicht mühevoll mit unzähligen Operettenfans die Stufen hinab wuseln. Wer am Abend leicht friert, sollte Jacke und/oder Decke nicht vergessen. Die Tribüne sowie die Bühne sind nicht überdacht. Eventuell Regenschutz, jedoch keine Regenschirme, mitnehmen. Und ein Sitzpölsterchen fängt die Kühle der Nacht, die an den metallenen Klappsesseln sägt, ab.

Wir kommen immer früher, denn die Gastronomie bietet alljährlich den Festspielwein, der heuer übrigens wieder ausgezeichnet schmeckt, im wunderschön gebrandeten Jahrgangs-Sammel-Glas. Dazu gibt es kleine Snacks und gutes Eis. Empfehlenswert sind eine Tischreservierung und das Festpieldinner im Restaurant Meggyes. Ein Glas Sekt auf der Dachterrasse, mit Blick auf den See, stimmt so richtig auf die kommenden Stunden ein. Kaffee und Mehlspeise gibt es im Café Alsen. In den Logen ist ein exklusiver Operettengenuss garantiert.

Mit einem grandiosen Feuerwerk geht der Abend zu Ende. Schade, Mörbisch ist für heuer wieder Geschichte und wir gehen zu unserem Schiffsshuttle, das uns gemütlich nach Podersdorf bringt, von wo wir ohne Autokolonne die Heimreise antreten werden.

2020 werden wir wieder kommen, denn die echte Mörbisch-Premiere lassen wir uns nicht entgehen. Erstmals ist einer der ganz großen Musical-Klassiker, die "West Side Story" auf der Seebühne zu sehen. Morgen werde ich gleich unsere Karten mit dem Frühbucher-Bonus sichern und mich dann wieder ein Jahr auf den nächsten unvergesslichen Abend in Mörbisch freuen.  

Kontaktdaten:

BUSTIGER-Partner: Seefestspiele Mörbisch

Adresse:                    Seebühne Mörbisch/Seegelände, 7072 Mörbisch am See

Telefonnummer:     +43 (0) 2682/66210

Mailadresse:             office@seefestpiele.at           

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Mit freundlicher Fotogenehmigung von unserem BUSTIGER-Partner. Unbezahlte Werbeeinschaltung. Wir bedanken uns jedoch für die Freikarten. Text: Renate Stigler nach Angaben des Partners gemischt mit eigenen Eindrücken, Fotos: Fotografin Renate, www.fotografinrenate.at sowie ein Szenenbild von Jerzy Bin Photography