TIROLER KNÖDEL


Ist euch das schon mal passiert?

Ihr sitzt am Abend, nach einem anstrengenden Tag, vor dem Fernseher und zappt durch die Programme. Plötzlich bleibt ihr bei einem Sender hängen. Herrliche Tiroler Berge, saftige Wiesen, urige Bauernhäuser und dann der Blick in eine rustikale Küche, wo eine gestandene Bäuerin gerade Knödel dreht. Ihr merkt, wie der Speichel im Mund größer wird und der Duft der Knödel in die Nase steigt.

Trotz der späten Stunde versucht ihr euch das, nur kurz, erwähnte Rezept zu merken.

Nun gut, soweit kennen diese Situation viele LeserInnen. Einige werden die Tiroler Knödel, die entweder in der Suppe als Einlage, oder als Hauptspeise mit Salat, serviert werden, nach dem Fernsehrezept nachkochen. Mahlzeit!

Und dann gibt es Renate, die Chefin von BUSTIGER. Während der Sendung war ich zu faul um Blatt und Kuli zu holen. Ich wollte das warme Bett nicht verlassen. Ich war sicher, ich merke mir die Zutaten.

So, und dann kamen die BUSTIGER-Männer, die mich eines Tages an die Tiroler Knödel erinnertne. Nur meine Erinnerung war schon bröckelig geworden. Genauso bröckelig wie das Knödelbrot, das der Hauptbestandteil der Knödel ist. Also denke ich mal scharf nach.

Zutaten: (es waren dann 12 Stück mit rd. 5-7 cm Durchmesser)

  • 250 gr. Semmelwürfel (auch Knödelbrot genannt) von der Bäckerei Felber
  • Ca. 120 ml Milch - ich hatte Schafmilch von den Weizer Schafbauern gerade im Kühlschrank - die ist so sämig und lecker. War aber etwas mehr. Keine Ahnung, wie viel.
  • 1 Zwiebel
  • 2-3 Eier vom Moarhofhechtl
  • Petersilie
  • Etwas Muskatnuss
  • Pfeffer
  • Und den zweiten Hauptdarsteller: rund 150 gr. klein geschnittenen Speck. Wir hatten würzigen Speck von Labonca

Semmelwürfel mit der Milch einweichen und ca. 10-20 Minuten ziehen lassen.

Inzwischen Zwiebel und Speck in kleine Würfel schneiden und in Butter oder Öl glasig dünsten.

Danach Petersilie - wir haben eine am Fenster stehen - waschen und schneiden.

Zu den Semmelwürfel, die Eier, die Zwiebel, den Speck, die Petersilie, etwas Muskatnuss, Pfeffer (am besten aus der Mühle) vermischen und Knödel formen.

Inzwischen kocht Wasser in einem hohen und großen Topf. Zurückdrehen, bis das Wasser nur noch ganz leicht köchelt. Die Knödel reinlegen und rund 20 Minuten ziehen lassen.

Die Knödel abseihen und anrichten.

Wenn die Knödel keine Suppeneinlage, sondern eine Hauptspeise sein sollen, dann am besten mit grünem Salat servieren.

Kleiner Tipp am Rande: Bäcker-Semmelwürfel sind weit besser als die Ware in unseren Supermärkten. So flaumig und dennoch stabil waren Semmelknödel bei mir noch nie. Da war nichts gatschig wie letztens, als ich die Einzelteile aus dem Wasser gefischt und als Puzzlespiel serviert habe. Und es war auch kein Knödel steinhart wie eine Bowlingkugel. Sie waren einfach perfekt! Und alle rasch weg. Da war leider nichts mehr mit einfrieren. Normalerweise würde es gut klappen und dann im gefrorenen Zustand einfach im warmen Wasser ca. 30 Minuten ziehen lassen. Naja, vielleicht beim nächsten Mal.

Wir wünschen MAHLZEIT!!!